Residencies

zeitraumexit ermöglicht Künstler*innen in Kooperation mit uns Projekte in unseren Räumen in der Hafenstraße zu realisieren. Je nach Bedarf und Projekt geht die Zusammenarbeit dabei von der reinen Überlassung von Räumen und Infrastruktur bis zur gemeinsamen Projektentwicklung. Regionale wie internationale Künstler*innen haben so in den vergangenen 15 Jahren Arbeiten bei zeitraumexit entwickelt und häufig hier zur Uraufführung gebracht, darunter Künstler*innen und Gruppen wie Stefan Kaegi, Jolika Sudermann, David Weber-Krebs, F. Wiesel, Sylvia Szabo, Ottmar Wagner, Georg Winter, Peter Strickmann, Lea Langenfelder, SXS Enterprise und Simon Tanguy.

#TakeCareResidenzen

Recherche zum Thema des Baubo-Mythos | Felicitas Wetzel

Der Mythos der altgriechischen Göttin Baubo gilt als historisches Beispiel für einen unverkrampften und positiven Umgang mit weiblicher Geschlechtlichkeit und Sexualität. Im Rahmen der Residenz beschäftigt sich Felicitas Wetzel damit wie die Geschichte für moderne Adaptionen und insbesondere im Hinblick auf ihre szenografische Umsetzung fruchtbar gemacht werden kann. 

Mehr: Website


Jungbusch-Rivisitato | Lajos Talamonti

„Jungbusch-Rivisitato“ sucht den Dialog mit der postmigrantischen italienischen Gemeinde Mannheims, um durch ihren Blick auf ihr ehemaliges Viertel, den Jungbusch, die Wirklichkeit vor Ort machtkritisch zu befragen. In Gesprächen und Vor-Ort-Recherchen arbeitet Lajos Talamonti an einer Selbstreflexion der Stadt, ihrer Kultur und ihres Einflusses aus ungewohnter Perspektive.


HANAMI | Melissa Holstein

Mit dem Recherche-Projekt HANAMI untersucht die Künstlerin Melissa Holstein das Verhältnis von Mensch und Natur im urbanen Leben. Dabei erforscht sie Möglichkeiten des inneren und äußeren Naturerlebens in der Stadt im Hinblick auf die Frage: Wie können wir mit einfachen künstlerischen Mitteln Natur in der Urbanität erleben, um Verbundenheit zu erfahren und daraus Kraft zu schöpfen?

Mehr: Website


Krisenzentrum für weibliche Komik: DETHEATRALISIERUNGSPROGRAMM
| Vanessa Stern

Vanessa Stern versucht als Detheatralisierungstrainerin, sich selbst als Theaterschaffende zu detheatralisieren, inspiriert von Methoden verschiedener Ausstiegs- und Deradikalisierungsprogramme für gewaltbereite Extremist*innen im Strafvollzug. Nach Foucault lässt sie dabei die Arbeit am Objekt auf das Subjekt selbst zurückwirken und versucht Subjektkonzeptionen künstlerisch zu reflektieren.

Mehr: Website

JA, JA, JA,/NE, NE, NE Der Kojote, die Bienen, das Fett und ihr Künstler 
| Wolfgang Sautermeister  

Eine künstlerische Recherche.
Joseph Beuys 100. Geburtstag in diesem Jahr nimmt der Künstler Wolfgang Sautermeister zum Anlass für eine Recherche und befragt Werk und Wirken durch künstlerische Arbeit im Dialog mit anderen Künstler*innen: Bedeutung und soziale Plastik heute. Kunst und Ökologie heute. Kunst und Partizipation heute.
Projekt Gesamtleitung: Wolfgang Sautermeister

Mehr: Website


Caring Culture als Paradigma | Gabriele Oßwald

Das Paradigma der Caring Culture erhält neue Aktualität. Wie kann sich diese Aussage als künstlerische Praxis, als eigene künstlerische Ästhetik in der Auseinandersetzung mit der sozialen Realität manifestieren? Was bedeutet "Caring" für die eigenen Arbeitsstrukturen und -inhalte. Die freie Kuratorin und Künstlerin Gabriele Oßwald befragt das Thema mit einem interdisziplinären Blick.


Tanzskulpturen – Bewegungsanimatoren | Mimosa Pale

Mimosa Pale entwickelt Konzepte für lebensgroße Skulpturen und ihre Nutzung im Kontext von Theater, Performance und Intervention. Entscheidend ist bei der Recherchearbeit, Ideen für Skulpturen zu entwickeln, mit denen interagiert werden kann. Dabei spielen Sicherheitsaspekte und wie diese, z.B. mit opulenten Polsterungen, ästhetisch integriert werden können, eine wesentliche Rolle.

Mehr: Website


Und der Rest ist | Britta Tränkler      

Warum habe ich solche Angst zu sprechen? Wovor habe ich Angst? Angst davor zu laut zu sein? Oder zu leise?
Eine Recherche über das Brechen des Schweigens. Britta Tränkler, Figurenspielerin, begibt sich auf die Suche nach der eigenen Stimme. Ausgehend von Reden und Texten Audre Lordes erforscht sie den Prozess der Transformation des Schweigens
in Sprache und Handlung.

Mehr: Website


Männerbilder im Sport – theatrale Darstellung und kritische Reflexion
| Sebastian Bauer 

Sebastian Bauer erforscht Gesetzmäßigkeiten sportlicher Wettkämpfe und prüft unterschiedliche theatrale Ansätze für ihre Darstellung auf der Bühne. Einen Fokus richtet er dabei auf im Wettkampf geforderte stereotyp männliche Verhaltensweisen und fragt sich inwieweit insbesondere das Musiktheater sich für deren kritische
Reflexion und die Suche nach Alternativen anbieten kann.

 

Gastarbeiten

Unter dem Titel "Gastarbeiten" geben wir Künstler*innen zwischen zwei und vier Wochen Zeit bei uns ergebnisoffen zu arbeiten und zu forschen. Den Künstler*innen ist es freigestellt, am Ende der Residenz ihren Arbeitsraum zu öffnen und Einblick in ihre Praxis zu gewähren. Zusätzlich werden die „Gastarbeiten“ auf einem Blog von den Künstler*innen begleitet und kommentiert. Nach vier gelungenen Gastarbeiten in 2016 setzen wir das Residenz-Programm in 2017 in Kooperation mit dem Kulturamt Mannheim fort.

 

Blog